Wettkampfregeln Deutsch

Semi-Kontakt/Leicht-Kontakt Wettbewerb

Im Leicht Kontakt treten Kämpfer aus unterschiedlichen Budodisziplinen (Taekwon-Do, Karate, Kickboxen, Kung-Fu etc. ) gegeneinander an.
Die Techniken dürfen nicht hart ausgeführt werden,wobei ein leichter Kontakt erlaubt ist.
Die Ansprache der Kampfrichter orientiert sich an denen des Karate (Shiro: Weiß; Aka: Rot; Hajime: Start etc.)
Die Wettkampfdauer beträgt 2 Minuten, in den Finalkämpfen 2 x 2 Minuten. Führt ein Wettkämpfer mit 4 Punkten Vorsprung (z.B.: 6 . 2) so entspricht dies einem technischen k.o. und der Kampf wird vor Ablauf der Zeit beendet. In den Finalkämpfen wird ohne technisches k.o. gekämpft. Die Punktewertung wird wie folgt durchgeführt:

1 Punkt          Fußstoß zum Körper              Fauststoß zum Kopf/Körper          Fußfeger De Ashi Barai (der Gegner muss fallen)
2 Punkte        Fußstoß zum Kopf                  Sprungfußstoß zum Körper            Fußfeger De Ashi Barai mit Folgetechnik
3 Punkte        Sprungfußstoß zum Kopf

Das Kampfgericht besteht aus einem Kampfrichter, 2 (4 im Finale) Seitenkampfrichter und einem Hauptkampfrichter je Kampfrichtertisch. Eine Wertung wird immer im Mehrheitsentscheid vergeben, d. h. 2 Kampfrichter in den Vorrunden bzw. 3 Kampfrichter in den Finalrunden müssen eine einheitliche Bewertung für den Wettkämpfer aussprechen. Lediglich wenn alle Seitenrichter „nicht gesehen“ anzeigen, darf der Kampfrichter allein eine Entscheidung aussprechen. Der Hauptkampfrichter darf korrigierend in den Wettkampf eingreifen und allein eine Wertung vergeben oder Entscheidung des Kampfgerichtes aufheben.

Shotokan Karate Kumite

Hierunter versteht man die traditonelle Wettkampfform im Karate. Ziel des Wettkampfes ist es den Gegner innerhalb der Wettkampfzeit von 3 Minuten mit einer kampfentscheidenden Technik (Ippon) zu besiegen. Anstelle eines Ippon können auch zwei weniger starke aber immer noch wirkungsvolle Techniken (Wazaari) den Wettkampf entscheiden. Würden diese Techniken in der Realität voll ausgeführt werden, so wäre der Gegner danach kampfunfähig und könnte den Wettkampf nicht fortsetzen.
Innerhalb des Wettkampfes ist es jedoch verboten seinen Gegner ernsthaft zu verletzen.
Wird hiergegen verstoßen, so kann dies je nach schwere mit Sieg für den Geschädigten (Hansoku-Chui = Ippon für Gegner) oder Disqualifikation (Hansoku) bestraft werden. Leichtere Verstöße z. B. wiederholte Mattenflucht (Jogai) werden mit einem halben Punkt für den Gegner (Keikoku = Wazaari für den Gegner) geahndet.

Zeichen Hauptkampfrichter

Kampfrichter

Kata Shiai

Kata (japanisch: Form) ist die älteste Trainingsform im Karate. Sie diente Ursprünglich dazu die im Karate vorhandenen Techniken aufzuzeichnen. Hiermit konnten dann die Techniken vom Meister an den Schüler weitervermittelt werden.
Eine Kata stellt ein Bewegungsschema dar, in dem verschiedene Abwehr- und Angriffstechniken aneinander gereiht werden. Hierdurch entsteht ein imaginärer Kampf gegen einen oder mehrere Angreifer.
Eine Kata muß vom Karateka technisch einwandfrei, aber auch ästhetisch ansprechend vorgeführt werden. Entscheidend für den Wettkampf ist aber, wie gut das Verständnis für den Bewegungsablauf bei dem einzelnen Karateka erkennbar ist.Der Katawettbewerb wird je nach Teilnehmerzahl in bis zu drei Runden ausgetragen. In den einzelnen Runden werden jeweils folgende Bewertungen vergebe:

1. Runde: 5 – 7
2. Runde: 6 – 8
3. Runde: 7 – 9

Das Kampfgericht besteht aus 5 Kampfrichtern. Bei der Bewertung wird die höchste und die niedrigste Wertung der Kampfrichter gestrichen. Die 3 verbleibenden Wertungen werden addiert und ergeben die Plazierung in der jeweiligen Runde.

Hyong Wettbewerb

Hyong ist die koreanische Form und wird im Taekwon-Do gelehrt. Auch hier gilt im wesentlichen das, was bereits für den Kata Wettbewerb genannt wurde. Der Hyong Wettbewerb wird ebenfalls in Abhängigkeit der Teilnehmerzahl in 3 Runden ausgetragen. Die Bewertung in den Runden erfolgt analog zum Kata Wettbewerb.
Das Kampfgericht besteht in der Regel aus 3 Kampfrichtern. Hierbei wird jede Wertung gezählt und keine gestrichen. Aus der Summe der 3 Wertungen ergibt sich die Plazierung des Wettkämpfers in der jeweiligen Runde.